Posts by meike

Was wir verantworten müssen.

Meine liebe Katha, Du glaubst gar nicht, wie gerne ich mit Dir vor dem Camper sitzen würde und bei Bier und warmer Luft bis tief in die Nacht quatschen. Ich vermisse dich… Genieße es für mich mit! Die Bilder sehen traumhaft aus! Ich bin nun seit gut einer Woche wieder zuhause angekommen. Die letzten Tage, die ich in Malaysia verbracht habe und auch der letzte Stop in Singapur, haben mich

weiterlesen…

Warmer Regen

Liebste Katha, ich gucke in den Garten unserer kleinen Pool-Villa, sehe, wie der warme Nachmittags-Regen in den blauen Pool fällt, dahinter das satte Grün. Das Bintang-Bier ist eiskalt und jeder Tropfen, der außen an der Flasche abperlt und auf mein Bein tropft, lässt mich zusammenzucken. Kalt auf warm, herrlich. Seit zehn Tagen sind wir jetzt unterwegs. Singapur, dann Bali. Erst der Trubel in Seminyak, jetzt entspannteres Hipster-Tum in Canggun. Aber

weiterlesen…

Wild at heart….

Liebe Katharina, ich hatte heute eine Begegnung mit einem älteren Herrn. Er lief vor mir durch ein Treppenhaus und trug zwei schwere Taschen voll mit Altpapier. Auf jeder zweiten Treppenstufe machte er Halt und setzte seine Last ab. Ich fragte, ob ich ihm helfen kann und wir kamen ins Gespräch auf dem verregneten Weg zur Altpapier-Tonne („Ich hätte das alleine jetzt halt ganz langsam gemacht. Meter für Meter. Wer in

weiterlesen…

Trägheit.

Liebe Katha, dass, was ich gerade am meisten von allen um mich herum höre, ist, dass sie müde sind. Jeder schreibt, erzählt und betrauert, wie müde man ist. Inklusive mir. Ich könnte nur noch schlafen. Egal, wann ich ins Bett gehe: Wenn der Wecker klingelt, habe ich das Gefühl, ich wurde über Nacht betäubt und muss mich aus den tiefsten Tiefen des Schlafs empor kämpfen. Draußen wird es niemals hell,

weiterlesen…

Schicht um Schicht.

Liebe Katharina, manchmal fühlt es sich im Leben so an, als ob man sich häuten müsste. Schicht für Schicht trägt man ab, in der Hoffnung, endlich an den eigenen Kern zu gelangen. Ewig hatte man das Gefühl ein Meer aus Zeit zu haben, für alles. Zum Ankommen, Hinsehen, auf den Gipfel stürmen, all die Abgründe durchschreiten, um sie dann zu kennen, für die Wahrhaftigkeit, oder was man dafür eben hält…

weiterlesen…

Liebe, ey.

Meine liebe Katha, ich freue mich darauf, dass wir uns diese Woche wiedersehen, schon wieder viel zu lange her… Und ich hoffe, dass Du ein wenig sommerliche Atlantik-Brise mitgebracht hast, die uns weiter den Kopf durchpustet. Hier steht schon der Tee auf dem Stövchen, die Wollsocken sind an den Füßen und das neue „The National“- Album muss man auch hören. Hallo, Herbst. Um mich herum scheint es so, als ob alle, die

weiterlesen…

Nichtigkeiten.

Meine liebe Katha, wieder rast die Zeit, der Sommer ist schon auf dem Absprung und panisch klammere ich mich an die letzten lauen Nächte und sonnige Morgen. Immer mit der Gewissheit, dass bald wieder so viele Monate Dunkelheit, Regen und Kälte warten. Bah. Es wird Zeit, dass wir unseren Trip planen, um den Winter abzukürzen… Vielleicht ist es der Herbst, der schon seine klammen Finger nach mir ausstreckt, vielleicht auch

weiterlesen…

Augen auf!

Meine liebe Katha, ich verstehe sehr gut, was Du über die Wegbegleiter schreibst. Manche Menschen fallen irgendwann aus deinem Leben und oft ist man sogar erstaunt, wie wenig die Lücke schmerzt, die sie hinterlassen. Je älter man wird, desto weniger ist man bereit, Kompromisse zu schließen. Vieles lässt sich einfach nicht mehr weg lächeln, Zeit ist zu knapp für Bullshit und uninspirierte Langeweile. Manchmal finden aber auch Umlaufbahnen wieder zusammen,

weiterlesen…

Nachts.

Liebe Katharina, im Sommer, wenn die Abende lau sind, die Terrasse ruft und man in den Bars vor der Tür den besten Platz hat, ist es Zeit, die Nächte zu feiern. Die wenigen Tage im Jahr müssen genutzt werden. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich selten die bin, die sagt „Danke, ich hab‘ genug, ich hau‘ gleich ab.“. Von mir hört man eher, dass ich morgens um vier dazu anrege,

weiterlesen…

Es lebe das Klischee.

Liebe Katha, manchmal, wenn ich uns so betrachte, fällt mir mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf, was wir doch zeitweise für wandelnde Großstadt-Klischees sind. Wann genau ist das passiert, dass man sich wie eine Persiflage seiner selbst aufführt? Der Großteil meines Freundeskreises kann sich davon wohl nicht frei sprechen, aber wer weiß?! Vielleicht sucht man sich auch hier wieder nur, was zu einem passt und man hält seinen

weiterlesen…