Leben

Universum, Du alte Bitch.

Liebe Katha, in turbulenten Zeiten haben wir uns eine Weile nicht gesehen. Du hier, ich dort, manchmal steht man an anderen Wegkreuzungen. Das Leben fühlt sich gerade ein bisschen an wie eine Welle, von der man nicht dachte, dass sie so mächtig wird und sich so vor einem auftürmt, dass sie einem dem Boden unter den Füßen wegreißt und einen einmal unter Wasser drückt. Irgendwie sind so viele Szenerien immer

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Wollen Sie sich setzen?

Liebe Katha, da rennen sie wieder ins Land, die Tage. BÄM, BÄM, BÄM und schon ist Mai… Wo ist die Zeit geblieben? Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten, Alltag, ein bisschen Sport, ein bisschen Rausch, ein bisschen Schlaf, ein bisschen von allem. Aufstehen, schlafen gehen. Zähne putzen nicht vergessen. Kill mich mit Nichtigkeiten. Es fühlt sich so an, als ob jemand in meinem Leben die Pause-Taste gedrückt hätte. Vieles ist in der Pipeline,

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Lektionen

Liebe Katha, manchmal ist das Leben ein Arschloch. Man plant, ackert, macht und tut, doch das Leben zuckt nur unbeeindruckt mit den Schultern und zischt dir zu: „Mir doch egal!“. Man ist sich so sicher, dass man jetzt endlich dran ist, dass es los geht, weiter geht, man endlich die Früchte ernten kann, von den Dingen, die man schon vor so langer Zeit aussäte.  Tja, denkste. Ein Knüppel nach dem

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Schicht um Schicht.

Liebe Katharina, manchmal fühlt es sich im Leben so an, als ob man sich häuten müsste. Schicht für Schicht trägt man ab, in der Hoffnung, endlich an den eigenen Kern zu gelangen. Ewig hatte man das Gefühl ein Meer aus Zeit zu haben, für alles. Zum Ankommen, Hinsehen, auf den Gipfel stürmen, all die Abgründe durchschreiten, um sie dann zu kennen, für die Wahrhaftigkeit, oder was man dafür eben hält…

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Liebe, ey.

Meine liebe Katha, ich freue mich darauf, dass wir uns diese Woche wiedersehen, schon wieder viel zu lange her… Und ich hoffe, dass Du ein wenig sommerliche Atlantik-Brise mitgebracht hast, die uns weiter den Kopf durchpustet. Hier steht schon der Tee auf dem Stövchen, die Wollsocken sind an den Füßen und das neue „The National“- Album muss man auch hören. Hallo, Herbst. Um mich herum scheint es so, als ob alle, die

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Die Stille nach dem Danach.

Liebe Meike, vor einigen Wochen setzte sich eine Frau zu mir in den ICE in Köln auf dem Weg nach Berlin. Ehrlich gesagt, ist sie mir schon am Bahnsteig aufgefallen. Gut sitzender dunkelblauer Hosenanzug, modischer Kurzhaarschnitt und eine stilvolle Brille. Irgendwie ein bisschen Pariser Chic. Nun ja, es dauerte nicht lange und wir kamen ins Gespräch. Ich kann das schlecht beschreiben, aber manchmal gibt es diese Menschen zu denen man

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Nichtigkeiten.

Meine liebe Katha, wieder rast die Zeit, der Sommer ist schon auf dem Absprung und panisch klammere ich mich an die letzten lauen Nächte und sonnige Morgen. Immer mit der Gewissheit, dass bald wieder so viele Monate Dunkelheit, Regen und Kälte warten. Bah. Es wird Zeit, dass wir unseren Trip planen, um den Winter abzukürzen… Vielleicht ist es der Herbst, der schon seine klammen Finger nach mir ausstreckt, vielleicht auch

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Hm, gute Frage?!

Liebe Meike, eine meiner schwierigsten Übungen ist es Entscheidungen zu treffen. Erst gestern stand ich in einem Geschäft und habe eine halbe Stunde überlegt, ob ich nun das blaue, oder das gelbe Kissen nehme – mit dem Ergebnis dann, dass ich keines der Beiden mitgenommen habe. Nun ja, wenn es nur darum ginge, dass ich in Fragen Dekoeinrichtung nicht weiterkomme. Viel schlimmer ist es aber mit den wirklich wichtigen Fragen.

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Augen auf!

Meine liebe Katha, ich verstehe sehr gut, was Du über die Wegbegleiter schreibst. Manche Menschen fallen irgendwann aus deinem Leben und oft ist man sogar erstaunt, wie wenig die Lücke schmerzt, die sie hinterlassen. Je älter man wird, desto weniger ist man bereit, Kompromisse zu schließen. Vieles lässt sich einfach nicht mehr weg lächeln, Zeit ist zu knapp für Bullshit und uninspirierte Langeweile. Manchmal finden aber auch Umlaufbahnen wieder zusammen,

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Wegbegleiter

Liebe Meike, da saß sie mir gegenüber. Ein verlegenes zur Seite blicken, peinliche Stille. In meinem Kopf ein verzweifeltes Abspulen von Themen. Das kann doch nicht sein. Seit Jahren haben wir uns begleitet, so viel zusammen erlebt, und nun ist es so als ob da eine Fremde ist. Jemand, den man nicht wieder erkennt. War dieser Mensch schon immer so negativ? Und wo ist die Spontanität geblieben? Ein Blick auf

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