Editorial

[kamikaze] Göttlicher Wind. Umgangssprachlich eine Tat, bei der jemand ein sehr hohes Risiko in Kauf nimmt.

[karma] Ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat.

[kamikaze.karma] ist ein Austausch unter Freundinnen über den Mut, die Demut, das Leben und darüber, dass alles eine Reise ist. Im besten Fall zu sich selbst.

Whatever you lost, wasn’t yours…

Meine liebe Katha, vor ein paar Tagen bin ich wieder in Köln gelandet… Ein Monat Insel liegt hinter mir, Arbeit unter Palmen, wie man so schön sagt… Ein bisschen ist das immer so, als ob das Leben zuhause auf Stand By steht, als ob alles in einer Warteschleife hängt und man in einer Art Wurmloch eine andere Zeitebene beackert. Eine Parallel-Realität, irgendwie Klassenfahrt, irgendwie Job. Jetzt heißt es langsam wieder

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Von Nebenkriegsschauplätzen und dem Gefressen werden.

Liebe Katha, wie schnell raste dieses Jahr bitte an uns vorbei, in uns hinein, durch uns hindurch? War es nicht erst gestern, dass wir zusammen auf Bali auf das Silvester-Feuerwerk geguckt haben und mit Champagner auf dieses Jahr 2018 angestoßen haben? Auf das es uns mehr Glück bringt, als das Jahr davor… Rasen können wir beide ganz gut und ich weiß, dass auch Du mit schweren Gedanken zu kämpfen hattest…

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Mein Begleiter

Liebe Meike, 1,5 Jahre ist es nun her. Und oft habe ich in den letzten Monaten mit mir gehadert, ob ich dieses Thema hier angehen soll. Aber es ist in mir. Mein stetiger Begleiter. Wohl für immer. ——————————————— Wie viele innere Dialoge führe ich mit dir, Papa. Stelle dir Fragen, auf die ich keine Antwort finde. Suche dich in vergangenen Briefen und Erzählungen. Höre mir Aufnahmen an, aus Angst deine

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… all beauty must die

Meine liebe Katha, auch wenn unser Trip schon wieder ein paar Wochen her ist: wie schön es mit Dir in London war! Neue Eindrücke, Farben, Menschen, Kunst und Kultur. Abends erschöpft sein, weil so viel Neues auf einen einprasselt, aber auch satt und zufrieden in der Seele. Nur vier Tage raus und doch das erfrischende Gefühl einer kleinen Zäsur, die auch heimischen Ballast oder gewohnte Strukturen wieder neu betrachten lässt.

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In meiner Welt.

Liebe Katha, die Hitze brezelt mir langsam das Hirn weg und doch habe ich keine Lust mich darüber zu beklagen. Erstens ist ein bisschen weniger Hirnleistung oft ganz entspannend und zweitens liebe ich Sommer einfach so sehr. Sich treiben lassen durch die flirrende Luft, gar nicht mehr wissen, wie es sich anfühlt, richtige Schuhe oder gar Socken zu tragen, die Nächte zum Tag zu machen und im Park die ersten

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Was ich will!?

Liebe Meike, Die letzten beiden Jahre, und vor allen Dingen 2017, mit allen seinen Tiefen und Herausforderungen, haben mich oft an den Rand der Verzweiflung gebracht. Ich hatte das Gefühl eine Getriebene zu sein, die stetig versuchte den Kopf über Wasser zu halten. Irgendwie Durchblick zu erlangen. Und nun, ein gutes Jahr später, schaue ich zurück und bin gerade zu glückselig. Erst jetzt realisiere ich mit zunehmender Bedeutung, wie viele

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Die Sache mit dem Flow.

Liebe Katha, der Sommer ist da, mit voller Wucht und wie schön es ist, mit Dir den Feierabend bei Grauburgunder und balinesischem Essen an lauen Großstadt-Abenden zu verbringen. Dann ist er da, dieser Flow. Dieses Gefühl, dass die Energie da ist, wo sie hingehört. Es gibt so Tage, solche Nächte, Morgen und Momente, da merkt man, dass man in seinem Flow ist. Man kann das schlecht beschreiben. Man ist durchlässig,

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Universum, Du alte Bitch.

Liebe Katha, in turbulenten Zeiten haben wir uns eine Weile nicht gesehen. Du hier, ich dort, manchmal steht man an anderen Wegkreuzungen. Das Leben fühlt sich gerade ein bisschen an wie eine Welle, von der man nicht dachte, dass sie so mächtig wird und sich so vor einem auftürmt, dass sie einem dem Boden unter den Füßen wegreißt und einen einmal unter Wasser drückt. Irgendwie sind so viele Szenerien immer

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Wollen Sie sich setzen?

Liebe Katha, da rennen sie wieder ins Land, die Tage. BÄM, BÄM, BÄM und schon ist Mai… Wo ist die Zeit geblieben? Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten, Alltag, ein bisschen Sport, ein bisschen Rausch, ein bisschen Schlaf, ein bisschen von allem. Aufstehen, schlafen gehen. Zähne putzen nicht vergessen. Kill mich mit Nichtigkeiten. Es fühlt sich so an, als ob jemand in meinem Leben die Pause-Taste gedrückt hätte. Vieles ist in der Pipeline,

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Bäm, das Hamsterrad.

Liebe Meike, Die Rückkehr nach Köln hat mich im wahrsten Sinne des Wortes umgehauen. Mit dem Gefühl von Sonnenwärme auf der ganzen Haut, voller Energie und strukturierten Gedanken bin ich hier angekommen. Neue Zeiten wollte ich einläuten. So viele Ideen und Pläne im Kopf. Voller Tatendrang. Kaum den deutschen Boden unter den Füßen, war das Handy bereits am Ohr und der Planner voll mit Terminen. Und dann Bäm – die

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