Liebe

Whatever you lost, wasn’t yours…

Meine liebe Katha, vor ein paar Tagen bin ich wieder in Köln gelandet… Ein Monat Insel liegt hinter mir, Arbeit unter Palmen, wie man so schön sagt… Ein bisschen ist das immer so, als ob das Leben zuhause auf Stand By steht, als ob alles in einer Warteschleife hängt und man in einer Art Wurmloch eine andere Zeitebene beackert. Eine Parallel-Realität, irgendwie Klassenfahrt, irgendwie Job. Jetzt heißt es langsam wieder

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Von Nebenkriegsschauplätzen und dem Gefressen werden.

Liebe Katha, wie schnell raste dieses Jahr bitte an uns vorbei, in uns hinein, durch uns hindurch? War es nicht erst gestern, dass wir zusammen auf Bali auf das Silvester-Feuerwerk geguckt haben und mit Champagner auf dieses Jahr 2018 angestoßen haben? Auf das es uns mehr Glück bringt, als das Jahr davor… Rasen können wir beide ganz gut und ich weiß, dass auch Du mit schweren Gedanken zu kämpfen hattest…

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Libido? Das ist etwas Großartiges!

Liebe Meike, Übelkeit, Erbrechen, Spannungsgefühle in den Brüsten, Stimmungsveränderungen, Zwischenblutungen, Veränderungen der Gehirnstruktur, Depressionen, Thrombose, Gewichtszunahme, erhöhtes Risiko hinsichtlich bestimmter Krebsarten sowie Herz- und Kreislaufkrankheiten… Erschreckend. Und das ist nur ein Auszug von Nebenwirkungen der Antibabypille. Die Liste lässt sich unendlich weiterführen. Und doch gibt es in meinem Freundeskreis immer noch Frauen, die aus den unterschiedlichsten Gründen die Pille nehmen. Meistens seit über zehn Jahren. Wird diese doch bereits in

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Liebe, ey.

Meine liebe Katha, ich freue mich darauf, dass wir uns diese Woche wiedersehen, schon wieder viel zu lange her… Und ich hoffe, dass Du ein wenig sommerliche Atlantik-Brise mitgebracht hast, die uns weiter den Kopf durchpustet. Hier steht schon der Tee auf dem Stövchen, die Wollsocken sind an den Füßen und das neue „The National“- Album muss man auch hören. Hallo, Herbst. Um mich herum scheint es so, als ob alle, die

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Danke.

Liebe Meike, Sonntag vor einer Woche weckte uns in der Früh der Anruf. Ein letzter Gang zum Krankenhaus, ein letzter Kuss auf die Stirn. Auf Wiedersehen, Papa. Und du warst da. Die ganze Zeit. Das gab mir so viel Kraft. In mir ist es leer und auch irgendwie dumpf. Wie neben mir stehend. Ich bin völlig erschöpft. Aber da ist Liebe und Dankbarkeit. Dafür, dass ich mit meinem Vater seine letzten

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Warten auf das Meer.

Liebe Katha, ich schreibe diese Zeilen aus dem Aufenthaltsraum der onkologischen Station. Du bist bei Deinem Vater und bewachst seine wahrscheinlich letzten Stunden. Gestern sind wir hier angekommen und seit dem ist alles unwirklich, wie in Watte gepackt, taub und stumpf. Die Zeit hat etwas wahlloses und irgendwie versteht man nicht, wie alles weiter läuft. Als Du Freitag früh bei mir vor der Tür standest und nur gefragt hast „Wie

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Wie ein Faustschlag ins Gesicht.

Liebe Meike, der Atem meines Vaters, im Hintergrund das Gluckern des Sauerstoffgeräts, vor mir ein grauer Linoleumboden – Tag ein Tag aus Krankenhaus. Seit Tagen Bangen, Abwarten, mit Ärzten sprechen und Hoffen. Wie schnell sich alles auf einen Schlag ändern kann. Vor dem Fenster die Skyline Berlins. Wolken ziehen vorüber. Hier und da ein Fahrradfahrer, Mütter mit ihren Kindern, Schwäne auf dem Landwehrkanal. Da draußen geht das Leben weiter, aber hier drinnen hat es angehalten.

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Reset.

Liebe Katharina, jetzt hat sich unser anberaumtes Treffen wieder verschoben, weil mich die Post-Karnevals-Viren fest im Griff haben. Ich sitze halb Mensch, halb Rotz vor meinem MacBook und kämpfe mich durch meine Jobs und meine To do-Listen. Aber dieses knock-out war abzusehen und irgendwie sogar überfällig. Den ganzen Herbst und Winter habe ich mich damit gerühmt, dass ich gar nicht krank war. Immer schön draußen bei Wind und Wetter Sport

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Isn´t it ironic?!

Liebe Katharina, es ist Weihnachten und Du tankst nun langsam die letzten Sonneneinheiten Deines Trips. Und da wir beide wissen, dass die Zeit rast, bist Du schon bald wieder hier. Genieße die letzten Wochen, aber hab nicht zu viel Angst vor dem nach Hause kommen. Auch wenn die Sonne hier noch eine Weile braucht, warten Deine Freunde und Deine Familie auf Dich. Ich vermisse Dich in meinem Leben, komm mal langsam

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