Reisen

Warmer Regen

Liebste Katha, ich gucke in den Garten unserer kleinen Pool-Villa, sehe, wie der warme Nachmittags-Regen in den blauen Pool fällt, dahinter das satte Grün. Das Bintang-Bier ist eiskalt und jeder Tropfen, der außen an der Flasche abperlt und auf mein Bein tropft, lässt mich zusammenzucken. Kalt auf warm, herrlich. Seit zehn Tagen sind wir jetzt unterwegs. Singapur, dann Bali. Erst der Trubel in Seminyak, jetzt entspannteres Hipster-Tum in Canggun. Aber

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Die alte Frau und das Meer.

Liebste Katharina, ich bin im Exil. Vor dem Kölner Irrenhaus in die mallorquinische Einöde geflohen. Und hier wieder der alte Effekt: Das Meer als Therapeutikum. Mit Blick auf das Meer löst sich alles. Kann man die Knoten im Hirn entwirren und stellt sich die Ruhe ein, die so oft fehlt. Die Wellen kommen und gehen und hypnotisieren einen, fegen den Kopf und das Herz aus. Abwechselnd den Blick auf das

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Ohne Fremdschläfer.

Liebe Meike, der Alltag hat mich wieder. Frühes Aufstehen, Termine, und am Freitag fragt man sich, wo nur die Woche geblieben ist. Verrückt wie schnell das ging. Aber jeden Morgen mit dem Öffnen meiner Augen, freue ich mich. Wenn mein Blick über mein übersichtliches Einzimmer-Appartement fällt – über mein geliebtes Sideboard meines Opas, meine Lieblingsbücher gestapelt neben meinem Bett, und meine Kaffeemaschine – was für ein Wiedersehen! Wie sehr mir Privatsphäre gefehlt

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Hängen geblieben.

Meine liebste Katha, so, nun ist es aber wirklich absehbar, dass wir uns endlich wieder umarmen können. Meine Zeit neigt sich hier dem Ende zu, was ich sehr schade finde. Nur noch drei Tage und meine Südafrika-Blase platzt… Ich bin hier im besten Verwahrlosungs-Modus angekommen, was auch an meiner letzten Station liegt: L´Agulhas. Direkt am südlichsten Punkt Afrikas, wo der Indische Ozean und der Atlantik zusammen treffen. Wieder eine Station, von der

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Kein Plan, aber Fragen.

Meine liebe Katha, ich hoffe sehr, Du fühlst Dich wohl in meinem Zuhause und kannst ein bisschen zur Ruhe kommen und Dich auf Deinen Alltag vorbereiten. Wobei: Wenn ich richtig rechne, hattest Du schon Deine ersten Arbeitstage. Ich bin sehr gespannt, was Du berichtest. Die Tage zerfließen hier, zumindest kann ich ohne Blick auf mein Handy nicht mehr genau sagen, welchen Wochentag wir haben. Dabei bin ich jetzt erst gut

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Die Momente dazwischen.

Meine liebe Katha, jetzt bist Du endlich wieder in Köln und nun bin ich es, die seit einer Woche in Südafrika weilt. Wieder bleibt uns nur WhatsApp, um zu erfahren, wie es der anderen geht. Einzig der Gedanke, dass Du bei mir zuhause gerade Dein erstes Kölner-Zwischenlager aufschlägst, tröstet mich ein wenig. Und bald, ganz bald, trinken wir zusammen ein Fass Wein, denken endlich das Chaos der Welt zu Ende

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Gedankenspiel.

Liebe Meike, Ein paar wunderbare Tage mit meiner Familie liegen hinter mir. Was war das schön alle wieder bei mir zu haben. Erst beim Wiedersehen wird einem bewusst, wie groß die Sehnsucht war. Und trotzdem war es auch sehr gewöhnungsbedürftig für mich durchgängig wieder Menschen um mich zu haben. Habe ich mich doch sehr an mein Einzelgänger-Dasein gewöhnt. Nun galt es wieder sich abzustimmen, auf andere zu warten und dann

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„Alone?“

Liebe Meike, 9 Länder, 16 Städte, gefühlte 70 verschiedene Unterkünfte und immer wieder die Frage: „Alone?“. An der Rezeption, an einem Ticketschalter oder in einem Restaurant. Verwirrte und oft gar mitleidige Blicke, die mich trafen. Ja, ich bin alleine gereist. Wie es sich anfühlt? Nun ja, ich muss zugeben, am Anfang war es gewöhnungsbedürftig. Und gerade als Frau ist es irgendwie doch noch mal anders. Wie oft habe ich vor einer Tür

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Diese Momente.

Meine liebe Meike, die letzten zwei Tage habe ich, dank einer kleinen Erkältung, komatös in meinem Hotel in Bangkok verbracht. Während ich da so an die Zimmerdecke starrte, stellte ich überrascht fest, dass das die ersten Tage sind, an denen ich einfach mal nichts tue. Es ist kaum zu glauben, aber seit Wochen – Tag für Tag – habe ich etwas Neues erlebt. Immer wieder Begegnungen, Orientieren, Kilometer laufen und

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Walzer mit mir*

Liebe Katha, es freut mich, dass Du Sonne tankst, Abenteuer erlebst und durch die Welt jettest. Manchmal habe ich ein bisschen Angst, dass Du ein wenig atemlos bist und versuchst, so viel wie möglich in die verbleibende Zeit zu packen. Das kann ich gut verstehen, angesichts all der Länder und Möglichkeiten, die auf Dich warten. Aber vielleicht hast Du jetzt bei Deinem nächsten Stop Thailand auch endlich Ruhe, um alles Erlebte

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