Editorial

[kamikaze] Göttlicher Wind. Umgangssprachlich eine Tat, bei der jemand ein sehr hohes Risiko in Kauf nimmt.

[karma] Ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat.

[kamikaze.karma] ist ein Austausch unter Freundinnen über den Mut, die Demut, das Leben und darüber, dass alles eine Reise ist. Im besten Fall zu sich selbst.

Karibische Zeit

Meine liebe Katharina, ich bin bei der vorletzten Station meiner Reise angelangt. Sechs Unterkünfte an sechs Orten liegen hinter mir. Dazwischen viele Kilometer auf den abenteuerlichsten Straßen. Da wurden Flussbetten durchfahren, für Affen gestoppt, galoppierenden Pferden ausgewichen und neben staubigen Schotterpisten wunderschöne Aussichten bewundert. Die letzte Woche sollte ganz im Dienst der Entspannung stehen. All die mitgeschleppten Bücher wollen ja gelesen werden. Bei Punta Uva, an der karibischen Küste kurz

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Solche Tage

Liebe Katharina, schön zu lesen, dass Du den Post-it-Zetteln entsagst und loslässt. Genau das ist es, was einem hier in Costa Rica immer begegnet: PURA VIDA! Oder im weitesten Sinne: Wenn Du Gott zum lachen bringen willst, schmiede Pläne. Bringt alles eh nix. Also lieber Vorfreude walten lassen, als Stress. Ich habe das Hochland Costa Ricas hinter mir gelassen und vermisse es schon ein wenig. Der letzte Stop nahe des

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Reiseplanung und die Angst vorm Loslassen.

Liebe Meike, wie herrlich es ist von dir aus Costa Rica zu lesen. Die Bilder regen zum Träumen an. Und ehrlich gesagt, erreichen deine Worte mich zum richtigen Zeitpunkt. Ich sitze hier und wälze gerade einen Reiseratgeber nach dem nächsten. Freunde und Familie schicken mir gut gemeinte Links zu diversen Reiseblogs, Artikeln und zu Vorträgen wie „Reisen mit wenig Geld“. In Gesprächen wird mir ein guter Rat, ein Tipp oder „Du musst unbedingt

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Grün auf die Fresse!

Liebe Katha, wie Du weißt, bin ich keine Freundin von Outdoor-Funktions-Kleidung. Das liegt unter anderem daran, dass man in Ländern, die man auch abseits des Pauschaltourismus bereisen kann, immer ganz schreckliche Exemplare von über-ausgestatteten Reisenden trifft. Gerade unsere deutschen Landsleute verraten sich meist schon durch von weitem hörbares Rascheln ihrer Microfaser-Cargo-Hose (mit abtrennbaren Bein, versteht sich.). Dazu ein atmungsaktives Funktions-Shirt, ein Hut mit Nackenspoiler und Trekking-Sandalen. Oder -wenn noch unter

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Von der Schönheit der Einsamkeit

Meine liebe Katharina, ich bin jetzt seit fünf Tagen  in Costa Rica und auch wenn der Jetlag mich immer noch ein wenig in seinen Klauen hat (hier ist es acht Stunden früher als bei Dir), genieße ich jede Sekunde. Es mag daran liegen, dass ich schon von Haus aus (hier liebe Grüße an meine Eltern!) so gepolt wurde, dass ich Orte lieber mag, an denen es nicht vor Menschen wimmelt.

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Das Packen und ich.

Meine liebe Katha, irgendwie habe ich so viel gearbeitet in den letzten Wochen, dass ich gar nicht mitbekommen habe, wie die Zeit verflogen ist. Und jetzt sitze ich hier und muss feststellen, dass ich morgen schon im Flieger nach Panama City sitze. Ich meine: MORGEN! Von dort aus geht es dann weiter zum Endziel: San José. Knapp vier Wochen Costa Rica, endlich. Es ist schade, dass ich im Alltags-Brass total

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Hamburg und ein Gefühl.

Liebe Meike, da sitze ich im Zug auf dem Weg nach Hamburg und frage mich, ob du wohl deine Studie zur Zeitrechnung der Kölner Verkehrsbetriebe auf die Deutsche Bahn erweitern könntest. Nicht nur, dass mir die Verspätungen in meinem Pendlerdasein zwischen Düsseldorf und Köln regelmäßig Freude bereiten, auf längeren Zugfahrten ist es erstaunlich, welche Zeitangaben da zu Stande kommen. Aber während ich einfahre über die Elbe, vorbei an der Speicherstadt

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Über das „Einfach mal machen“

Liebe Katha, heute morgen saß ich in der Bahn und war auf dem Weg zu einem Termin. Draußen floss das Kölner-Februar-Grau an mir vorbei und meine Laune hat sich ganz schnell angepasst. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mich wieder mal mit der hoch philosophischen Frage beschäftigen musste, wie sich die Zeitrechnung der Kölner Verkehrsbetriebe zu der tatsächlichen verhält. Entspricht eine KVB-Minute eher fünf wirklichen Minuten oder doch eher

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