Editorial

[kamikaze] Göttlicher Wind. Umgangssprachlich eine Tat, bei der jemand ein sehr hohes Risiko in Kauf nimmt.

[karma] Ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat.

[kamikaze.karma] ist ein Austausch unter Freundinnen über den Mut, die Demut, das Leben und darüber, dass alles eine Reise ist. Im besten Fall zu sich selbst.

Grün auf die Fresse!

Liebe Katha, wie Du weißt, bin ich keine Freundin von Outdoor-Funktions-Kleidung. Das liegt unter anderem daran, dass man in Ländern, die man auch abseits des Pauschaltourismus bereisen kann, immer ganz schreckliche Exemplare von über-ausgestatteten Reisenden trifft. Gerade unsere deutschen Landsleute verraten sich meist schon durch von weitem hörbares Rascheln ihrer Microfaser-Cargo-Hose (mit abtrennbaren Bein, versteht sich.). Dazu ein atmungsaktives Funktions-Shirt, ein Hut mit Nackenspoiler und Trekking-Sandalen. Oder -wenn noch unter

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Von der Schönheit der Einsamkeit

Meine liebe Katharina, ich bin jetzt seit fünf Tagen  in Costa Rica und auch wenn der Jetlag mich immer noch ein wenig in seinen Klauen hat (hier ist es acht Stunden früher als bei Dir), genieße ich jede Sekunde. Es mag daran liegen, dass ich schon von Haus aus (hier liebe Grüße an meine Eltern!) so gepolt wurde, dass ich Orte lieber mag, an denen es nicht vor Menschen wimmelt.

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Das Packen und ich.

Meine liebe Katha, irgendwie habe ich so viel gearbeitet in den letzten Wochen, dass ich gar nicht mitbekommen habe, wie die Zeit verflogen ist. Und jetzt sitze ich hier und muss feststellen, dass ich morgen schon im Flieger nach Panama City sitze. Ich meine: MORGEN! Von dort aus geht es dann weiter zum Endziel: San José. Knapp vier Wochen Costa Rica, endlich. Es ist schade, dass ich im Alltags-Brass total

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Hamburg und ein Gefühl.

Liebe Meike, da sitze ich im Zug auf dem Weg nach Hamburg und frage mich, ob du wohl deine Studie zur Zeitrechnung der Kölner Verkehrsbetriebe auf die Deutsche Bahn erweitern könntest. Nicht nur, dass mir die Verspätungen in meinem Pendlerdasein zwischen Düsseldorf und Köln regelmäßig Freude bereiten, auf längeren Zugfahrten ist es erstaunlich, welche Zeitangaben da zu Stande kommen. Aber während ich einfahre über die Elbe, vorbei an der Speicherstadt

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Über das „Einfach mal machen“

Liebe Katha, heute morgen saß ich in der Bahn und war auf dem Weg zu einem Termin. Draußen floss das Kölner-Februar-Grau an mir vorbei und meine Laune hat sich ganz schnell angepasst. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mich wieder mal mit der hoch philosophischen Frage beschäftigen musste, wie sich die Zeitrechnung der Kölner Verkehrsbetriebe zu der tatsächlichen verhält. Entspricht eine KVB-Minute eher fünf wirklichen Minuten oder doch eher

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