Editorial

[kamikaze] Göttlicher Wind. Umgangssprachlich eine Tat, bei der jemand ein sehr hohes Risiko in Kauf nimmt.

[karma] Ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat.

[kamikaze.karma] ist ein Austausch unter Freundinnen über den Mut, die Demut, das Leben und darüber, dass alles eine Reise ist. Im besten Fall zu sich selbst.

Hängen geblieben.

Meine liebste Katha, so, nun ist es aber wirklich absehbar, dass wir uns endlich wieder umarmen können. Meine Zeit neigt sich hier dem Ende zu, was ich sehr schade finde. Nur noch drei Tage und meine Südafrika-Blase platzt… Ich bin hier im besten Verwahrlosungs-Modus angekommen, was auch an meiner letzten Station liegt: L´Agulhas. Direkt am südlichsten Punkt Afrikas, wo der Indische Ozean und der Atlantik zusammen treffen. Wieder eine Station, von der

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Nur zu Besuch.

Liebe Meike, hier sitze ich nun. In deinem Wohnzimmer. In Deutschland. Während du im fernen Afrika wundervolle Eindrücke sammelst, kämpfe ich mit dem „nach Hause kommen“. Schon bei meiner Abreise habe ich mir die Frage gestellt, wie es wohl nach so langer Zeit sein würde zurück zu kommen. Zu Beginn – Euphorie. Endlich alle Freunde wiedersehen. Von dem Erlebten berichten können. Deutsches Brot und ein Land, in dem meine Sprache

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Ein Leben oder tausende.

Meine liebe Katharina, das Schöne am Reisen ist doch unter anderem immer der Müßiggang. In Wilderness bestaune ich gerade die traumhafte Meeres-Kulisse im Oceans Wilderness Hotel. Es ist den zweiten Tag bewölkt und sogar etwas regnerisch. Aber das macht gar nicht wirklich was. Noch mehr Ruhe… Vor allem gieriges, ungebremstes Lesen gehört zu meinen aller größten Vergnügen. Herrlich ist das! Ohne, dass etwas dazwischen kommt, ohne Störung und ohne Unterbrechung

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Kein Plan, aber Fragen.

Meine liebe Katha, ich hoffe sehr, Du fühlst Dich wohl in meinem Zuhause und kannst ein bisschen zur Ruhe kommen und Dich auf Deinen Alltag vorbereiten. Wobei: Wenn ich richtig rechne, hattest Du schon Deine ersten Arbeitstage. Ich bin sehr gespannt, was Du berichtest. Die Tage zerfließen hier, zumindest kann ich ohne Blick auf mein Handy nicht mehr genau sagen, welchen Wochentag wir haben. Dabei bin ich jetzt erst gut

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Die Momente dazwischen.

Meine liebe Katha, jetzt bist Du endlich wieder in Köln und nun bin ich es, die seit einer Woche in Südafrika weilt. Wieder bleibt uns nur WhatsApp, um zu erfahren, wie es der anderen geht. Einzig der Gedanke, dass Du bei mir zuhause gerade Dein erstes Kölner-Zwischenlager aufschlägst, tröstet mich ein wenig. Und bald, ganz bald, trinken wir zusammen ein Fass Wein, denken endlich das Chaos der Welt zu Ende

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Gedankenspiel.

Liebe Meike, Ein paar wunderbare Tage mit meiner Familie liegen hinter mir. Was war das schön alle wieder bei mir zu haben. Erst beim Wiedersehen wird einem bewusst, wie groß die Sehnsucht war. Und trotzdem war es auch sehr gewöhnungsbedürftig für mich durchgängig wieder Menschen um mich zu haben. Habe ich mich doch sehr an mein Einzelgänger-Dasein gewöhnt. Nun galt es wieder sich abzustimmen, auf andere zu warten und dann

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Beweg´ Dich!

Meine liebe Katha, während Du im eiskalten NYC die letzte Station Deiner Reise genießt, zähle ich die Tage runter, bis ich endlich in Kapstadt lande. Nur noch zehn Tage, dann heißt es: Tschüss, graues Deutschland, Hallo Südafrika! Und es wird Zeit… Der Januar zeigt sich von seiner miesesten Seite und Köln ist momentan Ort gewordene Depression. Damit ich nicht völlig assimiliere, versuche ich trotzig dagegen zu halten. Bei jedem funktioniert

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„Alone?“

Liebe Meike, 9 Länder, 16 Städte, gefühlte 70 verschiedene Unterkünfte und immer wieder die Frage: „Alone?“. An der Rezeption, an einem Ticketschalter oder in einem Restaurant. Verwirrte und oft gar mitleidige Blicke, die mich trafen. Ja, ich bin alleine gereist. Wie es sich anfühlt? Nun ja, ich muss zugeben, am Anfang war es gewöhnungsbedürftig. Und gerade als Frau ist es irgendwie doch noch mal anders. Wie oft habe ich vor einer Tür

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Isn´t it ironic?!

Liebe Katharina, es ist Weihnachten und Du tankst nun langsam die letzten Sonneneinheiten Deines Trips. Und da wir beide wissen, dass die Zeit rast, bist Du schon bald wieder hier. Genieße die letzten Wochen, aber hab nicht zu viel Angst vor dem nach Hause kommen. Auch wenn die Sonne hier noch eine Weile braucht, warten Deine Freunde und Deine Familie auf Dich. Ich vermisse Dich in meinem Leben, komm mal langsam

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Diese Momente.

Meine liebe Meike, die letzten zwei Tage habe ich, dank einer kleinen Erkältung, komatös in meinem Hotel in Bangkok verbracht. Während ich da so an die Zimmerdecke starrte, stellte ich überrascht fest, dass das die ersten Tage sind, an denen ich einfach mal nichts tue. Es ist kaum zu glauben, aber seit Wochen – Tag für Tag – habe ich etwas Neues erlebt. Immer wieder Begegnungen, Orientieren, Kilometer laufen und

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